[ Case Study — Healthcare ]
AWEB Client & Module Store
Modulare Desktop-Plattform und Modul-Store für die cloudbasierte Praxissoftware AWEB von quentis.
Hardware-Login am Arbeitsplatz
- Branche
- Healthcare
- Leistungen
- Desktop Platform, Module Infrastructure
- Stack
- Electron, Next.js, TypeScript, PostgreSQL, Redis
- Laufzeit
- Laufendes Projekt
Die Herausforderung
AWEB – die Praxismanagementsoftware von quentis – läuft vollständig im Browser: Termine, Patientenakten und Abrechnung sind cloudbasiert, ohne eigenen Server in der Ordination. Genau daran scheiterte im Praxisalltag aber die Integration: Der Browser hat keinen Draht zum physischen Arbeitsplatz.
Hardware-Keys für schnelle Benutzerwechsel, Dokumentenscanner über WIA/TWAIN, die GDT-Geräteschnittstelle von Labor- und Diagnostikgeräten, lokale Ablagen und strukturierte Mail-Kommunikation – all das liegt außerhalb der Reichweite einer Web-App. Die Aufgabe: diese Lücke schließen, ohne die Web-App selbst anzufassen – sie bleibt bei quentis.
Unser Ansatz
Statt Browser-Plugin oder monolithischem Desktop-Port haben wir eine modulare Desktop-Plattform gebaut. Der AWEB Client ist eine Electron-Runtime für Windows, die die Web-App einbettet und über ein Plugin-System erweitert: Module laden sich dynamisch, deklarieren ihre Berechtigungen über ein Capability-Modell und bringen eigene UI-Overlays mit – Panels, Sidebars, Widgets, Vollbildansichten.
Parallel dazu steht der AWEB Module Store als zentrale Verteilplattform: Modulkatalog, Lizenzmodelle pro Station, Benutzer oder Mandant, ein Admin-Dashboard mit Rollen-System und Audit-Log sowie ein Self-Service-Portal, über das Mandanten Module ohne IT-Support aktivieren und konfigurieren.
Der kritische Punkt war die Distribution: Jedes Modul-Paket wird serverseitig signiert und pro Station verschlüsselt ausgeliefert. Der Client prüft Signatur und Schlüssel vor dem Laden – Erweiterbarkeit bleibt kontrolliert, ohne dass der Store zum Single Point of Failure wird: Ist er nicht erreichbar, läuft der Client mit Grace-Periods weiter.
Das Ergebnis
Die Plattform läuft produktiv in Ordinationen: Stationen registrieren sich selbstständig am Store, Module werden zentral lizenziert und ausgerollt, neue Funktionen kommen als Modul statt als Update-Termin vor Ort. Der Login per iButton dauert unter zwei Sekunden, Scans landen direkt in der Akte.
Was als Desktop-Erweiterung für eine Web-App begann, ist heute die Modul- und Lizenzinfrastruktur hinter AWEB-Arbeitsplätzen – und als eigenständiges In-house-Produkt auf dieser Website beschrieben: der AWEB Client.
[ Geliefert ]
Geliefert
- Electron-Desktop-Client mit Plugin-Runtime & Overlay-UI
- AWEB Module Store (Modulkatalog, Lizenzen, Rollout)
- Signierte, pro Station verschlüsselte Modul-Distribution
- Capability-basiertes Rechtemodell für Module
- 8 Produktivmodule (iButton-Login, Scan & GDT, Mail u. a.)
- Stationen-Management mit Self-Registrierung
- Admin-Dashboard & Self-Service-Portal für Mandanten
- Offline-Betrieb mit Grace-Periods
- Audit-Log & Rollen-System
[ Projekt-Links ]
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